Home

Beratung & Kontakt

Informationen

Publikationen

Literatur

Archiv

Links



Gideonbund, Internationaler

Der Gideonbund ist eine christliche Bewegung von Mitgliedern  von  Freikirchen und Evangelischer Kirche, deren Ziel laut Eigendefinition darin besteht,  "Menschen mit Jesus Christus durch gemeinsamen Dienst, persönliches Zeugnis und Auslegen und Weitergabe von Gottes Wort" bekannt zu machen. Deshalb werden Bibeln an Hotels, Krankenhäuser, Arztpraxen, etc. verteilt, besondere Zielgruppe dabei sind Schüler und Studenten, Gefangene, Soldaten, Pflegepersonen, Grenzschutzbeamte und Ärzte. Die Mitglieder des Gideonbundes treffen sich wöchentlich zum Gebet und zur Besprechung ihrer Missionsarbeit.
Durch ihre Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen gelang es den Freikirchen, auch bei Kreisen der Katholischen und Evangelischen Kirche Verständnis für ihre theologischen Positionen und Anliegen zu gewinnen.

Entstehungsgeschichte

Der Name "Gideon" geht auf das Buch der Richter, Kapitel 6 und 7 zurück. Gideon war Anführer einer kleinen Gruppe von Männern, die sich für Gott entschieden hatten. Gegründet wurde der Gideonbund von Samuel E. Hill (1867-1936), John H. Nicholson (1859-1946) und William J. Knights (1853-1940), die einander zufällig in einem Hotel  1898 kennen gelernt und eine Abendandacht  miteinander gebetet hatten. Aus diesen kleinen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Zeit ein weltweiter Bund, der heute in  172 Ländern etwa 125.000 Mitglieder zählt. Mehr als 870 Millionen Bibeln wurde in 78 Sprachen verteilt.

Anmerkungen

Das Engagement für die Verbreitung der Bibel wird auch von katholischer Seite als verdienstvoll gewürdigt. Aus katholischer Perspektive erscheinen jedoch manche Akzentuierungen, die im Schrifttum des Gideonbundes sichtbar werden, entsprechend der evangelikalen Ausrichtung überproportional betont. Stereotype wie "Gott liebt dich", "Alle sind Sünder", "Gottes Hilfe für Sünder" oder "Alle können jetzt gerettet werden" weisen besonders auf den genannten evangelikalen Hintergrund hin.
In Frage gestellt wird gelegentlich, ob sich die vom Gideonbund verbreiteten Bibeln am Geist der Einheitsübersetzung orientieren. Zumeist basieren sie auf der Lutherbibel von 1984, vom Besitzer der Bibel wird erwartet, dass er eine am Schluss des Buches vorgedruckte Erklärung mit seinem Namen unterzeichnet, wonach er Jesus Christus als seinen Retter anerkenne.
Die Mitglieder gehören entweder einer evangelischen Kirche oder Freikirche an und legen Wert darauf, nicht als Sekte bezeichnet zu werden. Vielmehr verstehen sie sich als "verlängerter Arm" der örtlichen Kirchen und Gemeinden. Ihre Überzeugung ist, dass allein aus dem Wort Gottes wirkliche Hilfe, Rettung und Hoffnung für die hoffnungslos verworrene Welt kommen kann, was, wie oben schon erwähnt, eine deutliche Einengung im Vergleich zur Überzeugung  von Katholiken bedeutet.

Homepage: www.gideons.at

(Bernhard Dobrowsky)




Druckansicht

Zurück


Neue Werkmappe Nr. 96 "YOGA. Geschichte und Verhältnis zum Christentum" erschienen
Es ist eine kontrovers diskutierte Frage wie weit in kirchlichen Häusern körperorientierte Yogakurse angeboten werden dürfen.  Mehr ...
Neue Werkmappe Nr 95 "Privatoffenbarungen" erschienen
Wenn Maria spricht, findet sie immer Aufmerksamkeit. Doch jede Marienerschienung wirft Fragen auf.  Mehr ...