UrsprungDie Evangelisations-Mission mit Sitz in Graz geht auf die Gründung von Ing. Helmut Rieder zurück. Er hat durch ein Bekehrungserlebnis zu Jesus Christus als seinen einzigen Herrn und Erlöser gefunden. Aus der 1956 gegründeten Bibelgruppe entsteht (s)ein evangelistisches Missionswerk, das vornehmlich durch Flugblatttraktate unter den Titel "Religionsspiritismus, Marienspiritismus - ein furchtbarer Irrtum" und "Jesus Christus - das Heil der Welt" an die Öffentlichkeit tritt und damit für Aufsehen sorgt.
Exklusives MissionswerkEvangelisations-Mission ist eine unabhängige evangelikale Gruppe mit exklusiven Charakter: Allen anderen christlichen Kirchen und Freikirchen sowie anderen Religionen wird der "wahre Glaube" abgesprochen und gelten als Menschenwerk. Besonders die römisch-katholische Kirche ist Objekt der vernichtenden Kritik, ohne in den Schriften auf die Entstehung und Bedeutung ihrer Lehren und Praktiken einzugehen: So wird Marien- und Heiligenverehrung als Spiritismus klassifiziert, welcher das einmalige Opfer Jesu und die daraus folgende Sündenvergebung außer Kraft setze. Daher stünden alle KatholikInnen außerhalb des Heils. Untermauert mit einzelnen - zumeist aus dem Zusammenhang gerissenen - Bibelstellen versucht Ing. Rieder in seinen Traktaten auf die Irrtümer und den Irrglauben der anderen Kirchen und Religionen hinzuweisen. Er verwendet dabei einen aggressiven Schreibstil, um die Notwendigkeit der Umkehr zu betonen. Schließlich bietet er den LeserInnen das aus allen Irrtümern befreiende "Gebet zur Annahme des Heils in Jesus Christus" an. Dieses Gebet wird als "Garantie" für Sündenvergebung und Erlösung angepriesen. Dazu ist zu bemerken, dass auch die verwendete Gebetsformel keine biblische Grundlage besitzt. Rieder, der die christlichen Kirchen vor allem wegen ihrer Traditionen und der Aufgabe der biblischen Wahrheit anklagt, bedient sich Methoden, die er selber kritisiert - nach seiner Ansicht aber mit einem Unterschied: dass er recht hat! Die Mission erfolgt im Wesentlichen durch Flugblattaussendungen: Rieder wählt mit MitarbeiterInnen zumeist Orte und Städte in Österreich aus, die mit einem zweiseitigen Traktat per Postwurfsendung an alle Haushalte beglückt werden.Wie die anfallenden Spesen (Druckkosten, Spesen..) finanziert werden , bleibt der Öffentlichkeit unbekannt. Hin und wieder werden die Schriften an belebten Plätzen oder auf Autos verteilt und wird zu Gottesdiensten eingeladen.
DistanzierungSowohl die Evangelischen Kirche (A.B und H.B) als auch die römisch-katholische Kirche distanzieren sich von den Aussendungen und Inhalten der Evangelisations-Mission und betrachten diese Gruppe wegen ihres Ausschließlichkeitscharakters und ihres teils aggressiv-hetzerischen Stils für sehr problematisch. Eine rechtliche Handhabe gegen die Schriften des Herrn. Ing. Rieder gibt es offensichtlich nicht, obwohl vielfach von belästigten ChristInnen gefordert. Daher gibt es für die unfreiwillig mit dem Plagiat bedachten und verärgerten Menschen - mit den Worten eines Klienten ausgedrückt - im Umgang mit den Traktaten nur den Tipp: "Ab in den Papierkorb!" Mehr ist es tatsächlich nicht wert.
Adresse: Ing. Helmut Rieder, Münzgrabengürtel 12, 8010 Graz Internet: www.blutjesu.com
(Gerhard Weber)
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