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"Am Anfang war das Licht"

Ein neuer Film über das „Phänomen“  Lichtnahrung läuft in den Kinos.

 „Am Anfang war das Licht“ behauptet der österreichische Filmemacher und Filmkritiker im österreichischen Rundfunk P.A. Straubinger.  Durch eine Dokumentation über den schweizerischen Nationalheiligen Nikolaus von der Flüe, der über Jahre ohne Nahrung gelebt haben soll, auf die Idee gebracht, versucht er dem Phänomen  „Lichtnahrung“ nachzugehen. Der Film ist nach der Eigenbeschreibung eine „faszinierende Reise, die P. A. Straubinger zu Yogis und Quantenphysikern, zu Fastenärzten und Schulmedizinern, zu Psychiatern und Bewusstseinsforschern, zu Qigong- Meistern, Hausfrauen und Lebenskünstlern, also gleichermaßen zu Wissenschaftlern und zu Esoterikern quer über den ganzen Erdball führt“.[1]

Protagonisten des Films sind der 83-jährige Yogi Prahlad Jani, der seit einer göttlichen Eingebung im Alter von acht Jahren angeblich keine Nahrung mehr zu sich nimmt, die Australierin Ellen Greve (Jasmuheen), deren "21-Tage-Lichtnahrungsprozess" einigen Nachahmern das Leben gekostet hat, die russische Pensionistin Zinaida Gregorieva Baranova, die nach eigenen Angaben seit 2000 keine Nahrung mehr zu sich nimmt, der Schweizer Chemiker Michael Werner, der seit 9 Jahren nahezu ohne Nahrung ausgekommen sein will oder der Österreicher Walter „Omsa“ Rohrmoser, der zwischen 1999 und 2008 weitgehend ohne physische Nahrung gelebt haben will.

Immer wieder kommen auch Experten und Expertinnen aus der Medizin, Ernährungswissenschaften und Biologie zu Wort, die sich kritisch mit dem Phänomen auseinandersetzen.

Etwa ab der Mitte des Films ist die Frage OB es das Phänomen Lichtnahrung gibt, für Straubinger mit einem klaren JA beantwortet und im Weiteren wird versucht, mögliche Antworten auf das WIE zu geben.

Dies geschieht in dem wiederum Experten mit dem Phänomen konfrontiert werden. Dabei kann man sich bei der Auswahl der Gesprächspartner dem Eindruck schwer entziehen, als hätte man hier erster Linie auf das „Who is Who“ der Esoterik geschaut und Personen ausgewählt die in Ihren Disziplinen als Außenseiter gelten. So etwa der Physiker Fritz-Albert Popp, der Arzt Rüdiger Dahlke oder der Biochemiker Rupert Sheldrake. Für den Regisseur lässt sich das Phänomen durch Quantenphysik, Bio-Fotonen und Bewusstseinsforschung erklären.

Anfang Oktober, knapp drei Wochen nach dem Kinostart in Österreich, haben nach Angaben der Produktionsfirma 40. 000 Personen den Film gesehen.  Die Filmkritik reagierte gespalten. Nach teilweisen unkritischen Rezessionen in manchen Medien und vor allem Beiträgen des Österreichischen Rundfunks folgten gerade aus dem Wissenschaftsbereich und aus den Reihen der Skeptiker kritische Stellungnahmen. Dabei wird nicht nur die Wissenschaftlichkeit des als Dokumentation bezeichneten Films in Frage gestellt, sondern auch die finanzielle Förderung durch Mittel des Österreichischen Filminstituts, des Filmfonds Wien und des Österreichischen Rundfunks.

Die Jugendmedienkommission des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur hat dem Film eine sogenannte Positivkennzeichnung als „Diskussionsfilm ab 12 Jahren“ gegeben und damit zum Ausdruck gebracht, dass dieser Film besonders für Kinder und Jugendliche geeignet sei. Als Begründung schreibt die Kommission:

„P.A. Straubinger hat sich eines sehr interessanten Themas angenommen und es von jeder Seite beleuchtet und detailliert erklärt. Dabei ergeben sich Botschaften, dass die Form der Weltbetrachtung der letzten 400 Jahre ins Wanken gerät, weil durch Versuche bewiesen wurde, dass wir mit unserem Bewusstsein mehr bewirken können als wir glauben und somit die Gesellschaft mitgestalten können.“ [2]

Eine Stellungnahme, die den Leser doch in wundersames Erstaunen versetzt.

28.10.2010



[1] http://amanfangwardaslicht.at/inhalt.html

[2] http://www.bmukk.gv.at/schulen/service/jmk/detail.xml?key=12657E48DFC64E49B7A4B24CA804727A

(Stefan Lorger-Rauwolf )




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